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Pflichtteilsrechner - Jetzt den Pflichtteil berechnen!

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Wie hoch ist der gesetzliche Pflichtteil und wie kann man den Pflichtteil berechnen?  Der folgende Beitrag bietet Ihnen viele verschiedene Beispiele, die Ihnen zeigen, wie man den Pflichtteil berechnen kann. 

Dabei berücksichtigen die einzelnen Berechnungsbeispiele nicht nur eine unterschiedliche Anzahl an Abkömmlingen, sondern auch den Güterstand eines verheirateten Erblassers. 

Die Beispiele geben Ihnen einen guten Überblick über unterschiedliche Fallkonstellationen und zeigen dabei auch den Unterschied zwischen einer Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft.

Mit unserem Pflichtteilsrechner können Sie den Pflichtteil kostenlos berechnen!

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:

Wer erhält den Pflichtteil?

Wird ein gesetzlicher Erbe mit einem zu geringen Anteil versehen oder durch ein Testament enterbt, steht ihm höchstwahrscheinlich der Pflichtteil des Erbes zu. Hierfür muss er einerseits pflichtteilsberechtigt sein und andererseits einen Anspruch auf den Pflichtteil haben. Pflichtteilsberechtigt sind:

  • alle ehelichen, adoptierten oder unehelichen Nachkommen bzw. Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkelkinder, Urenkel)
  • der Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner (siehe Pflichtteil Ehegatte)
  • die Eltern des Erblassers

Obschon alle genannten Angehörigen pflichtteilsberechtigt sind, haben nicht alle einen Anspruch. Beispielsweise haben weder die Eltern, Enkelkinder oder Urenkel einen Anspruch, wenn die Kinder des Erblassers am Leben sind. Geschwister haben grundsätzlich keinen Anspruch auf einen Pflichtteil.

Um den Pflichtteil einfordern zu können, muss sich die pflichtteilsberechtigte Person an den Alleinerben oder die Erbengemeinschaft wenden. Verweigern diese die Pflichtteilsauszahlung, muss der Pflichtteilsberechtigte den Pflichtteil einklagen.     

Wie hoch ist der gesetzliche Pflichtteil?

Wie hoch der gesetzliche Pflichtteil ist, hängt von der gesetzlichen Erbquote und der Nachlasshöhe ab. Daher muss der Erbe zunächst Auskunft über die Höhe des Erbes erhalten, bevor er seine Erbquote ermitteln kann. 

Der Pflichtteil entspricht dann der Hälfte der gesetzlichen Erbquote, d.h. beträgt die gesetzliche Erbquote ½, dann ist der Pflichtteil ¼ der Erbmasse. Um die Höhe des Pflichtteils ermitteln zu können, müssen alle pflichtteilsberechtigten enterbten Personen einkalkuliert werden. 

Um die gesetzliche Erbquote ermitteln zu können, lesen Sie auch unseren Leitartikel „Erbfolge ohne Testament“.    

Beispiel:

Zwei Kinder eines Erblassers würden nach gesetzlichen Regelungen jeweils 30 % des Nachlasses erben. Nach der Pflichtteilsberechnung stehen den beiden Kindern demzufolge 15 % des Erbes zu.

Jetzt mit unserem Pflichtteilsrechner den Pflichtteil kostenlos berechnen!

Sobald Sie die Höhe des Nachlasses kennen, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Pflichtteil zu berechnen. Sie haben einen Auskunftsanspruch gegenüber den testamentarischen Erben und müssen Ihren Pflichtteil einfordern. Die anderen Erben müssen Ihnen Auskunft über Schulden, Vermögen und Schenkungen des Erblassers geben.

Mit unserem Pflichtteilsrechner können Sie den Pflichtteil kostenlos berechnen und erhalten in wenigen Minuten eine Orientierung.

 

Jetzt den Pflichtteil kostenlos berechnen!

Was gehört zum Pflichtteil?

Die Höhe des Nachlasses bestimmt die Pflichtteilshöhe, doch bevor diese ermittelt werden kann, müssen alle Vermögenswerte des Nachlasses bewertet und anschließend die Schulden abgezogen werden. 

Was gehört zum Pflichtteil und was nicht? Geldschulden, Zugewinnausgleichsforderungen und Erbfallkosten (z.B. Kosten für die Beerdigung), müssen vom Nachlass abgezogen werden. Zum Aktiva zählen alle vermögensrechtlichen Positionen wie beispielsweise Grundstücke, Unternehmen, Beteiligungen, persönliche Habe, Bargeld, Sammlungen, Wertgegenstände, Bankguthaben und Bausparverträge. 

Ein hinterbliebener Ehepartner kann als gesetzlicher Erbe die Möbel und Haushaltsgegenstände sowie Hochzeitsgeschenke vom Nachlass abziehen. Hierdurch verringern sich die Pflichtteilsansprüche der Abkömmlinge oder Eltern.  

Pflichtteil berechnen Immobilie

Ebenso werden Immobilien und Grundstücke beim Pflichtteil berücksichtigt. Für Grundstücke ist der Verkehrswert entscheidend, wohingegen man bei einer Immobilie beim Berechnen des Pflichtteils das Sachwertverfahren heranziehen muss. 

Dieses richtet sich beim Berechnen des Pflichtteils der Immobilie vor allem nach den Herstellungskosten und ermittelt, wie hoch die Baukosten für das Haus oder die Eigentumswohnung heute wären. 

Wer den Wert eines Hauses beim Pflichtteil berechnen möchte, das als Vermögensanlage zum Nachlass gehört (z.B. durch Vermietung), muss das Ertragswertverfahren anwenden. Dieses ermittelt die Mieteinnahmen bzw. Renditen der Immobilie. 

Um Ihren Pflichtteil für ein Haus zu berechnen, sollten Sie unbedingt einen Gutachter heranziehen. 

Wie berechnet sich der Pflichtteil beim Erben?

Möchte man die Pflichtteilsquote ermitteln, muss man zunächst die gesetzliche Erbquote wissen. Diese ist unter anderem davon abhängig, wie viele Abkömmlinge der Erblasser hinterlässt und ob er verheiratet war. 

Die Pflichtteilsquote beträgt immer die Hälfte der gesetzlichen Erbquote. Die nachfolgenden Beispiele zeigen Ihnen, wie sich der Pflichtteil beim Erben berechnet.

Pflichtteilsquote des hinterbliebenen Ehepartners

Wie hoch der Pflichtteil des Ehegatten letztendlich ist, hängt vom ehelichen Güterstand ab und der Anzahl der pflichtteilsberechtigten Angehörigen. 

Man unterscheidet hierbei zwischen dem gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (Normalfall) und einer im Ehevertrag vereinbarten Gütertrennung oder Gütergemeinschaft. Wurde der Ehepartner enterbt und lebt er mit dem Erblasser im gesetzlichen Güterstand der Zugewinn-gemeinschaft, dann beträgt der kleine Pflichtteil 1/8, wenn Kinder vorhanden sind. 

Pflichtteilsquote für Kinder

Pflichtteilsquote für Kinder               

Wie hoch der Pflichtteil der Kinder ist, hängt vom Erbteil des Ehepartners des Erblassers ab. Aus diesem Grund muss man erst vom Ehepartner das Erbe berechnen und anschließend die Pflichtteilsquote der Kinder ermitteln. Die Kinder erben dabei zu gleichen Teilen; verstarb ein Kind vor dem Tod des Erblassers, dann erben dessen Kinder (die Enkel des Erblassers). 

Beispiel:

Die Erblasserin setzt ihren Ehemann als Alleinerben ein und enterbt die beiden Kinder. Das Ehepaar lebte im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Wie hoch ist der Pflichtteil bei Enterbung der Kinder? Der Erbteil des Ehemanns beträgt ½ und der gesetzliche Erbteil der Kinder wäre insgesamt ½ und ¼ pro Kind. Demnach beträgt die Pflichtteilsquote pro Kind 1/8.

Überblick: Pflichtteilsquoten für Ehepartner und Kinder

Güterstand Ehepartner  Kinder (1 Kind) 
ErbquotePflichtteilErbquotePflichtteil je Kind
Zugewinngemeinschaft1/21/41/21/4
Gütertrennung1/21/41/21/4
Gütergemeinschaft1/41/83/43/8
Güterstand Ehepartner  Kinder (2 Kind) 
ErbquotePflichtteilErbquotePflichtteil je Kind
Zugewinngemeinschaft1/21/41/2 (1/4 +1/4)1/8
Gütertrennung1/31/62/3 (1/3+1/3)1/6
Gütergemeinschaft1/41/83/4 (3/8+3/8)3/16
Güterstand Ehepartner  Kinder (3 Kind) 
ErbquotePflichtteilErbquotePflichtteil je Kind
Zugewinngemeinschaft1/21/41/2 (1/6+1/6+1/6)1/12
Gütertrennung1/41/83/4 (2/8+2/8+2/8)1/8
Gütergemeinschaft1/41/83/4 (2/8+2/8+2/8)1/8

Beispielhafte Fallkonstellation: Pflichtteil für Kinder und Ehepartner

In den folgenden Beispielen erläutern wir Ihnen anhand unterschiedlicher Fallkonstellationen, wie man den Pflichtteil berechnen kann. Dabei berücksichtigen wir sowohl kinderlose Erblasser als auch Erblasser, die 1 bis 3 Kinder hinterlassen.

Ist der Erblasser kinderlos, hinterlässt aber seine Eltern, dann haben diese bei einer Enterbung oder bei einem zu geringen Erbe einen Anspruch auf ihren Pflichtteil (siehe Pflichtteil Eltern). Für eine bessere Orientierung zeigen die unterschiedlichen Beispiele auch, wie man den Pflichtteil berechnen kann, wenn unterschiedliche Güterstände vorliegen.

Pflichtteil berechnen: Kinderloser Ehepartner in einer Zugewinngemeinschaft

Beispiel 1:

Frau Reuter hinterlässt einen Ehemann, aber keine Kinder. Die Eltern der Erblasserin sind ebenfalls verstorben. Der Ehepartner wurde in einem Testament enterbt. Das Ehepaar lebte im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Frau Reuter hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil von Herrn Reuter beträgt ½, wonach der Pflichtteil ¼ ist. Dem Ehemann stehen 37.500 € zu.
Beispiel 2:

1. Herr Meier hinterlässt eine Ehefrau, aber keine Kinder. Die Eltern des Erblassers sind beide noch am Leben. Sowohl die Eltern als auch der Ehepartner wurden im Testament enterbt. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Herr Meier hinterlässt 150.000 € Vermögen.

  • Der gesetzliche Erbteil von Frau Meier beträgt ¾ gegenüber den Erben der 2. Ordnung; der Pflichtteil beträgt 3/8.
  • Die Eltern haben eine gesetzliche Erbquote von ¼ und einen Pflichtteilsquote von 1/8 bzw. 1/16 pro Elternteil.

2. Herr Müller hinterlässt eine Ehefrau, aber keine Kinder. Die Mutter des Erblassers ist verstorben, aber sein Bruder und sein Vater leben noch. Sowohl der Vater als auch die Ehepartnerin und der Bruder wurden im Testament enterbt. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Herr Müller hinterlässt 150.000 €.

  • Frau Meiers gesetzlicher Erbteil beträgt ¾; der Pflichtteil ist 3/8.
  • Der Bruder hat eine gesetzliche Erbquote von 1/8, ist aber nicht pflichtteilsberechtigt.
  • Die Erbquote eines Elternteils beträgt in diesem Beispiel 1/8, wobei der Pflichtteil 1/16 ist.

Pflichtteil berechnen: Kinderloser Ehepartner in einer Gütertrennung

Herr Schmitt hinterlässt seine Ehefrau und enterbt sie durch ein Testament. Das Ehepaar lebte bis zum Todesfall im Güterstand der Gütertrennung und hatte keine Kinder. Die Eltern von Herrn Schmitt leben noch. Herr Schmitt hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil von Frau Schmitt beträgt ½, wonach der Pflichtteil ¼ ist. Demnach stehen der Ehefrau 37.500 € zu.
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Pflichtteil berechnen: Kinderloser Ehepartner in Gütergemeinschaft

Herr Bauer hinterlässt eine Ehefrau und enterbt sie durch ein Testament. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütergemeinschaft und war kinderlos. Herr Bauer hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil von Frau Bauer beträgt ¼, wonach der Pflichtteil 1/8 ist. Somit stehen der Ehefrau 18.750 € zu.

Fallbeispiele für die Zugewinngemeinschaft

In den folgenden Beispielen werden lediglich die erbrechtlichen nicht aber die zugewinnrechtlichen Aufteilungen berücksichtigt. Da in einer Zugewinngemeinschaft mit dem Tod des Ehepartners ein Zugewinnausgleich stattfindet, wird dieser gegebenenfalls berücksichtigt. Man unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen einem kleinen und einem großen Pflichtteil. Mehr dazu in unserem Leitartikel „Pflichtteil für Ehegatten“.

Berechnung des Pflichtteils bei einem Kind

Ein Ehepaar hat ein gemeinsames Kind und der verstorbene Ehemann enterbt seine Ehefrau und das Kind in einem Testament. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Der Ehemann hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil des Ehegatten ist ½, sodass ihr Pflichtteil ¼ beträgt. Ihr stehen 37.500 € zu.  
  • Der gesetzliche Erbteil des Kindes beträgt ebenfalls ½, der Pflichtteil ist ¼. Auch dem Kind stehen 37.500 € zu.

Berechnung des Pflichtteils bei 2 Kindern

Ein Ehepaar hat zwei gemeinsame Kinder und der Verstorbene enterbt seine Ehefrau und die beiden Kinder in einem Testament. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Der Ehemann hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil des Ehepartners ist ½, sodass der Pflichtteil ¼ beträgt. Dem Ehepartner stehen 37.500 € zu.  
  • Der gesetzliche Erbteil der Kinder beträgt jeweils ¼, wonach ein Kind einen Pflichtteil von 1/8 hat. Jedem Kind stehen 18.750 € zu.

Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern

Ein Ehepaar hat 3 Kinder und die Verstorbene enterbt ihren Mann und die 3 Kinder. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Die Erblasserin hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €. Die Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern sieht wie folgt aus:

  • Der gesetzliche Erbteil des Ehepartners ist ½, sodass der Pflichtteil ¼ beträgt. Dem Ehepartner stehen 37.500 € zu.  
  • Der gesetzliche Erbteil der drei Kinder beträgt jeweils 1/6, wonach ein Kind einen Pflichtteil von 1/12 hat. Jedem Kind stehen 12.500 € zu.

Fallbeispiele für die Gütertrennung

Berechnung des Pflichtteils bei einem Kind

Ein Ehepaar hat ein gemeinsames Kind und die verstorbene Ehefrau enterbt ihren Mann und das Kind in einem Testament. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütertrennung. Die Ehefrau hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil des Ehemannes beträgt ½, sodass sein Pflichtteil ¼ ist. Ihm stehen 37.500 € zu.  
  • Der gesetzliche Erbteil des Kindes beträgt ebenfalls ½, der Pflichtteil ist ¼. Auch dem Kind stehen 37.500 € zu.
Wichtiger Hinweis

Die Einforderung des Pflichtteils ist nicht mit einer Klage gleichzusetzen.

Berechnung des Pflichtteils bei 2 Kindern

Der Verstorbene hinterlässt zwei Kinder und hat seine Frau und die Kinder enterbt. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütertrennung und der Erblasser besaß ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil der Ehefrau beträgt 1/3, sodass ihr Pflichtteil 1/6 ist. Ihr stehen 25.000 € zu.  
  • Der gesetzliche Erbteil der beiden Kinder beträgt jeweils 1/3, der Pflichtteil ist 1/6. Demnach stehen auch jedem Kind 25.000 € zu.

Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern

Ein Ehepaar hat 3 Kinder und die verstorbene Ehefrau enterbt ihren Mann und die Kinder in einem Testament. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütertrennung. Die Ehefrau hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €. Die Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern sieht folgendermaßen aus:

  • Der gesetzliche Erbteil des Ehemannes beträgt ¼, sodass sein Pflichtteil 1/8 ist. Ihm stehen 18.750 € zu.
  • Der gesetzliche Erbteil der Kinder ist jeweils 2/8 und der Pflichtteil pro Kind ist ebenfalls 1/8, sodass auch jedes Kind einen Anspruch auf 18.750 € hat.

Fallbeispiele für die Gütergemeinschaft

Berechnung des Pflichtteils bei einem Kind

Ein Ehepaar hat ein gemeinsames Kind und die verstorbene Ehefrau enterbt ihren Ehemann und ihr Kind durch ein Testament. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütergemeinschaft. Die Ehefrau hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil der Ehefrau beträgt ¼, sodass ihr Pflichtteil 1/8 ist. Ihr stehen 18.750 € zu.
  • Der gesetzliche Erbteil des Kindes beträgt ¾, der Pflichtteil ist 3/8. Dem Kind stehen 56.250 € zu.

Berechnung des Pflichtteils bei 2 Kindern

Herr Blume hinterlässt 2 Kinder und eine Ehefrau und enterbt alle in einem Testament. Die Eheleute lebten im Güterstand der Gütergemeinschaft und Herr Blume hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €.

  • Der gesetzliche Erbteil von Frau Blume beträgt ¼, der Pflichtteil 1/8. Ihr stehen 18.750 € zu.
  • Der gesetzliche Erbteil der beiden Kinder beträgt jeweils 3/8, der Pflichtteil ist 3/16. Jedem Kind stehen jeweils 28.125 € zu.

Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern

Herr Groß hinterlässt 3 Kinder und eine Ehefrau und enterbt alle. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütergemeinschaft und Herr Groß hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €. Eine Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern:

  • Der gesetzliche Erbteil von Frau Groß beträgt 1/4 und ihr Pflichtteil 1/8. Ihr stehen 18.750 € zu.
  • Der gesetzliche Erbteil der Kinder ist jeweils ¼ und der Pflichtteil pro Kind beträgt 1/8, sodass auch jedes Kind einen Anspruch auf 18.750 € hat.
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