Erbrechtsinfo.com

Testament anfechten - Infos, Gründe & Chancen

  • Redaktion Erbrechtsinfo.com
Mann gibt Anwalt die Hand
Share on whatsapp
Teilen
Share on email
Email senden
Sie wollen ein Testament anfechten?

Wenn Sie ein Testament anfechten möchten, ist Expertenrat unverzichtbar. Vereinbaren Sie jetzt eine Erstberatung bei einem Spezialisten für Erbrecht und lassen sich ausführlich über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken einer Testamentsanfechtung beraten.

Wer ein Testament aufsetzt, umgeht die gesetzliche Erbfolge und verleiht seinem letzten Willen so Ausdruck. Unter den Erben kommt es dann häufig zu einem Erbstreit, wenn sich jemand ungerecht behandelt oder beim Erbe übergangen fühlt. Häufig kommt es dann zu Testamentsanfechtungen. Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie beim Testament anfechten achten müssen und wie Sie im Einzelfall am besten vorgehen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Testament anfechten kann man erst, wenn der Erbfall eingetreten ist.
  • Wer ein Testament anfechten möchte, braucht hierfür einen rechtlich relevanten Grund.
  • Eigenhändige Testamente werden besonders häufig wegen Formfehlern angefochten.
  • Nur Erben, die einen Nutzen aus der Testamentsanfechtung ziehen, sind zum Testament anfechten berechtigt.
  • Wie hoch die Chancen auf Erfolg sind, ist von Fall zu Fall verschieden. Um sicherzugehen, dass die Erfolgschancen gut sind, sollte man seinen persönlichen Fall unbedingt von einem Anwalt für Erbrecht einschätzen lassen.

Wann kann man in Deutschland ein Testament anfechten?

Wer ein Testament aufsetzt, der umgeht nach dem Erbrecht in Deutschland die gesetzliche Erbfolge und kann selbst bestimmen, wer seinen Nachlass erben soll. Von dieser sogenannten Testierfreiheit ausgenommen sind nur Pflichtteilsansprüche. Bei Testamenten kommt es häufig vor, dass sich gesetzliche Erben, die nicht im Testament bedacht werden, beim Erbe übergangen fühlen. 

Oftmals entschließen diese sich dann für eine Testamentsanfechtung, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Wer ein Testament anfechten möchte, sollte sich am besten im Voraus von einem Anwalt für Erbrecht beraten lassen und seinen individuellen Fall schildern. Ob sich das Testament anfechten lohnt beziehungsweise Erfolg versprechend ist, hängt nämlich von unterschiedlichen Faktoren ab. Entscheidet man sich zu vorschnell zum Testament anfechten, kann es passieren, dass man am Ende auf den Testament anfechten Kosten sitzen bleibt. Wichtig für die Testamentsanfechtung ist, dass …

  • der Erbfall bereits eingetreten, der Erblasser also tot ist.
  • der Anfechtende entweder zum Kreis der gesetzlichen Erben gehört oder von einem früheren Testament profitiert hätte.
  • ein guter Grund zum Testament anfechten vorliegt. Als Grund reicht beispielsweise nicht aus, dass man einfach gerne mehr vom Erbe abbekommen hätte.

Wann ist eine Testamentsanfechtung sinnlos?

Wer ein Testament anfechten möchte, braucht einen guten Grund. In manchen Fällen ist eine Testamentsanfechtung also von vornherein sinnlos und zum Scheitern verurteilt. Das deutsche Erbrecht ermöglicht die Anfechtung eines Testaments immer dann, wenn anzunehmen ist, dass mit dem Testament etwas nicht in Ordnung ist oder der Erblasser eigentlich etwas anderes verfügen wollte. 

Steht jedoch fest, dass das vorliegende Testament den freien letzten Willen des Erblassers und keine gesetzeswidrigen Bestimmungen enthält, so ist das Testament gültig. Ein Testament anfechten ist beispielsweise dann möglich, wenn begründete Vermutungen vorliegen, dass der Erblasser bei der Testamentsaufsetzung nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war oder von Dritten beeinflusst wurde. 

Anwälte für Erbrecht finden

Anfechtungsgründe – Wann kann man ein Testament anfechten?

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Testamentsanfechtung Gründe geben. Denn nur, wenn ein rechtlich relevanter Grund vorliegt, ist die Anfechtung eines Testaments sinnvoll und die Erfolgsaussichten dementsprechend gut. Wer ein Testament anfechten möchte, sollte jedoch auch bei Vorliegen eines rechtlich relevanten Grundes unbedingt die Hilfe eines Rechtsanwalts für Erbrecht in Anspruch nehmen.

1. Arglistige Täuschung

Obwohl der Tatbestand der arglistigen Täuschung recht bekannt ist, ist er im Erbrecht in Deutschland nicht eindeutig geregelt. In den meisten Fällen ist eine arglistige Täuschung allerdings gleichzusetzen mit einem Motivirrtum, einem Erklärungsirrtum oder dem Inhaltsirrtum. Liegt einer dieser drei Irrtümer vor, die im Folgenden näher erklärt werden, kann man ein Testament anfechten.

2. Motivirrtum

Berücksichtigt ein Testator in seinem Testament ein bestimmtes Ereignis, das dann aber nicht eintritt, so liegt ein Motivirrtum vor. Ein Testament anfechten wegen eines Motivirrtums kann man beispielsweise in folgendem Fall: Der Erblasser setzt seinen Bruder als Erben ein, weil vereinbart war, dass dieser ihn vor dem Tod pflegt, der Bruder kommt dieser Vereinbarung jedoch nicht nach.

3. Erklärungsirrtum

Ein Testament anfechten kann man beispielsweise auch dann, wenn die Vermutung naheliegt, dass ein Testator aus Versehen falsche Angaben gemacht hat. Kommt durch einen Zahlendreher beispielsweise eine Summe zustande, die vom Erblasser nicht angedacht war oder vielleicht sogar nicht einmal vorhanden ist, kann man ein Testament anfechten oder für ungültig erklären lassen.

4. Inhaltsirrtum

Ebenso einen Grund zum Testament anfechten liefert ein sogenannter Inhaltsirrtum. Dieser liegt dann vor, wenn der Testator in seinem Testament Verfügungen errichtet hat, die ganz andere Konsequenzen haben als er dachte. Ist es beispielsweise der letzte Wille des Erblassers, dass seine Hinterlassenschaft nach einer bestimmten Erbquote auf seine gesetzlichen Erben übergeht und er fälschlicherweise davon ausgegangen ist, dass sein langjähriger Lebenspartner zu diesem Kreis zählt, kann der Lebenspartner das Testament anfechten.

5. Drohung oder Zwang

Liegt die Vermutung nahe, dass ein Testament nur zustande gekommen ist, weil der Testator bedroht worden ist, ist die Anfechtung eines Testaments auf jeden Fall möglich. Hier ist es natürlich wichtig, dass man die Vermutung gut begründen oder durch Zeugen gar beweisen kann. Der Zwang ist ein ähnlicher Tatbestand wie die Drohung, wird aber als deren Steigerung gesehen. Kommt ein Testament unter Zwang zustande, kann man das Testament anfechten.

6. Sittenwidrigkeit bzw. Ausnutzung von Krankheiten

Ein Testament anfechten kann man ohne Weiteres, wenn es gegen in Deutschland geltende Gesetze oder die allgemeingültige Moral verstößt. Eine Testamentsanfechtung wegen Sittenwidrigkeit ist allerdings nicht so einfach, weil in der heutigen Zeit schwer festzulegen ist, was als sittenwidrig zu gelten hat und was nicht.

Hinweis:

Wer ein Testament anfechten möchte wegen Sittenwidrigkeit oder Ausnutzung von Krankheiten, muss bedenken, dass es durch die Klage nicht zur Ungültigkeit des ganzen Testaments kommen kann. Es sind nur die Teile betroffen, die die sittenwidrigen Verfügungen beinhalten.

7. Bindung des Erblassers an frühere Erbverträge (Ehegattentestamente)

In bestimmten Fällen ist die Testierfreiheit eines Erblassers eingeschränkt. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn er durch früher aufgesetzte Erbverträge oder Ehegatten Testamente aus einer vorangegangenen Ehe bindende Verfügungen getroffen hat. In solchen Fällen kann man das Testament anfechten.

8. Anpassung kurz vor dem Tod des Erblassers

Wenn der Erblasser kurz vor seinem Tod noch Änderungen an seinem Testament vorgenommen hat, ist das Testament anfechten schwierig. Möglich ist eine Testamentsanfechtung hier nur, wenn Testierunfähigkeit vermutet wird oder der Verdacht von Zwang oder einer Drohung naheliegt.

9. Scheidung vom im Testament begünstigten Ehegatten

Es kommt immer wieder vor, dass Testamente bei einer Scheidung nicht geändert werden, weil es schlicht vergessen wird. Wird durch einen solchen Umstand ein geschiedener Ehepartner im Testament berücksichtigt, können die anderen Erben das Testament anfechten. Voraussetzung ist, dass naheliegend ist, dass der Erblasser dem geschiedenen Partner nichts mehr vermachen wollte.

10. Nichtbeachtung eines Pflichtteilsberechtigten

Von der Testierfreiheit ausgenommen sind Pflichtteilsansprüche. Ein bestimmter Personenkreis hat in Deutschland Anspruch auf einen Pflichtteil. Hierzu zählen der Ehepartner beziehungsweise eingetragene Lebenspartner, die Kinder und die Eltern eines Erblassers. Wird ein Pflichtteilsberechtigter bei Erbe übergangen, kann er das Testament anfechten und seinen Pflichtteil durchsetzen. 

Das Testament anfechten ist auch dann möglich, wenn ein Testator die Pflichtteilsberechtigung einer bestimmten Person nicht kannte und naheliegend ist, dass er bei Kenntnis anders verfügt hätte. 

11. Formfehler des Testaments

Die Anfechtung eines Testaments wegen Formfehlern kommt besonders häufig bei eigenhändigen Testamenten vor. Hier reicht es schon aus, wenn beispielsweise die Unterschrift fehlt oder aus der Überschrift des Testaments nicht eindeutig hervorgeht, dass es sich um den letzten Willen eines Erblassers handelt. 

Wer ein Testament anfechten möchte und sich nicht sicher ist, ob die Testament Anfechtung Erfolg versprechend ist oder wirklich ein rechtlich relevanter Grund vorliegt, kann in unserer Anwaltssuche für spezialisierte Fachanwälte für Erbrecht direkt mit einem Anwalt für Erbrecht in der Nähe kostenfrei Kontakt aufnehmen.

12. Testierunfähigkeit

Bei nachgewiesener Testierunfähigkeit kann man ein Testament anfechten. Testierfähig ist eine Person nach in Deutschland geltendem Recht dann, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet hat und urteilsfähig ist. Beeinträchtigt werden kann diese Urteilsfähigkeit beispielsweise auch durch Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz.

13. Erbunwürdigkeit des Erben

In gewissen Fällen können Erben für erbunwürdig erklärt werden. Wenn der Testator dem erbunwürdigen Erben nicht noch vor seinem Tod vergeben hat, kann man ein Testament anfechten. Es gibt nach dem Erbrecht in Deutschland verschiedene Gründe für eine Erbunwürdigkeit. Zu diesen gehören:

  • Der Erbe wollte den Erblasser töten oder hat ihn getötet.
  • Der Erbe hat dem Erblasser so geschädigt, dass eine Testamentsänderung für den Erblasser nicht mehr möglich war.
  • Der Erbe hat den Erblasser bedroht oder getäuscht.
  • Der Erbe hat Urkundenfälschung begangen.

14. Teilweise Unwirksamkeit eines Testaments

Ein Testament anfechten kann man auch dann, wenn eine teilweise Unwirksamkeit des Testaments zur Unwirksamkeit des gesamten Dokuments führt. Dies ist dann der Fall, wenn eine unwirksame Verfügung sich auf weitere Verfügungen auswirkt, die ohne die ungültige Verfügung eigentlich wirksam gewesen wären. Hier steht der Anfechtung eines Testaments nichts im Wege.

15. Testamentsanfechtung bei Demenz Erkrankungen? Möglich?

Es ist möglich, ein Testament wegen Demenz anfechten zu lassen. Allerdings ist es nicht so einfach, ein Testament wegen Demenz anfechten zu lassen. Der Kläger ist hier in jedem Fall in der Beweispflicht und muss nachweisen, dass der Testator nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war, während er das Testament aufgesetzt hat. 

Wenn Sie ein Testament anfechten möchten, weil Sie beim Testator Testierunfähigkeit vermuten, nehmen Sie Kontakt zu einem Experten für Erbrecht auf. Dieser kann Sie in Ihrem individuellen Fall beraten und einschätzen, ob das Testament anfechten Erfolg versprechend ist oder nicht.

Ehepaar sitzt beim Anwalt wegen einer Testament Anfechtung

Wer kann ein Testament anfechten?

Ein Testament anfechten dürfen nach § 2080 BGB nur Erben, die einen Vorteil aus der Testamentsanfechtung ziehen. Wenn ein Pflichtteilsberechtigter beim Erbe übergangen wurde, muss er selbst das Testament anfechten. Wichtig ist, dass man ein Testament erst dann anfechten kann, wenn der Erbfall eingetreten ist; der Erblasser muss also tot sein. 

Darüber hinaus müssen die Gründe für die Anfechtung eines Testaments rechtlich relevant sein und dem Nachlassgericht nach § 2081 BGB schriftlich mitgeteilt werden. Lassen Sie sich hier am besten von einem Anwalt für Erbrecht in Ihrer Region beraten, bevor sie rechtliche Schritte einleiten und ein Testament anfechten.

Kann mein Pflichtteil bei einer Testament Anfechtung in Gefahr sein?

Der Pflichtteil ist für einen bestimmten Personenkreis (Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern eines Erblassers) eine gesetzlich festgeschriebene Mindestbeteiligung am Erbe. Der Anspruch auf einen Pflichtteil geht nicht verloren, wenn Sie ein Testament anfechten, sondern bleibt bestehen.

Welche Fristen müssen bei der Anfechtung eines Testaments beachtet werden

Sobald ein Erbe Kenntnis von dem Anfechtungsgrund eines Testaments erlangt hat, läuft eine einjährige Frist. Innerhalb dieser Frist muss man das Testament anfechten. 30 Jahre nach dem Erbfall ist eine Testamentsanfechtung spätestens ausgeschlossen, auch wenn der Erbe erst dann von einem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt. Die Ansprüche sind dann schlicht verjährt.

Wie kann man ein Testament anfechten?

Wer ein Testament anfechten möchte, muss beim zuständigen Nachlassgericht am letzten Wohnort des Erblassers eine sogenannte Anfechtungserklärung einreichen. Für diese Erklärung sind keine besonderen Formvorschriften zu beachten; es ist also auch möglich, die Anfechtungserklärung mündlich einzureichen.

Hinweis:

Der Anfechtende ist immer in der Beweislast. Wer ein Testament anfechten möchte, muss den Anfechtungsgrund beweisen können. Hilfreich ist es an dieser Stelle immer, wenn man Zeugen zur Stelle hat.

Chancen ein Testament anzufechten

Wie die Chancen bei einer Testamentsanfechtung liegen, ist von Fall zu Fall verschieden. Wichtig ist, dass die einjährige Frist eingehalten wird und eine Anfechtungserklärung abgegeben wird. Wer beweisen kann, dass ein Anfechtungsgrund vorliegt, hat beim Testament anfechten gute Chancen. Wie gut die Chancen im Einzelnen sind, kann am besten ein Experte für Erbrecht einschätzen. Hier auf Erbrechtsinfo.com finden Sie Erbrechtsexperten in Ihrer Region und können noch heute unverbindlich und kostenlos Kontakt aufnehmen.

Anfechtung bei Eigenhändigem Testament

Eigenhändige Testamente werden am häufigsten angefochten. Da für ihre Erstellung kein Notariatsakt notwendig ist, enthalten sie am häufigsten Formfehler oder unklare Formulierungen, die eine Testamentsanfechtung zur Folge haben. Wer ein handgeschriebenes Testament anfechten möchte und den Grund dafür belegen kann, hat meist gute Chancen. Allerdings sollte auch hier vorher ein Anwalt für Erbrecht konsultiert werden, der die Chancen im Einzelnen gut einschätzen kann.

Anfechtungschancen beim Notariellen bzw. öffentlichen Testament

Notarielle Testamente werden meist nicht wegen Formfehlern angefochten, sondern weil die Kläger persönliche Interessen durchsetzen möchten. Wer sich beim Erbe übergangen fühlt, muss hierfür allerdings haltbare Gründe angeben. Wie die Chancen beim Testament anfechten für notarielle beziehungsweise öffentliche Testamente sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und kann nicht pauschal gesagt werden.

Berliner Testament – Anfechten sinnvoll?

Ob es sinnvoll ist, ein Berliner Testament anzufechten, ist abhängig vom Fall. Sprechen Sie hier am besten einen Anwalt für Erbrechtan und lassen sich individuell beraten. Grundsätzlich gibt es beim Anfechten eines Berliner Testaments zu beachten:

  • Weil ein Berliner Testament ein gemeinsames Testament von Eheleuten ist, ist dieses Testament rechtlich gesehen ein Vertrag. Deswegen müssen beim Anfechten die Maßstäbe für Verträge beziehungsweise einen Erbvertrag oder Schenkungsvertrag, nicht für Testamente, angesetzt werden.
  • Die Erblasser selbst können ihr eigenes Testament, nachdem einer der beiden Erblasser verstorben ist, auch anfechten, wenn einer der gängigen Gründe zum Testament anfechten vorliegt.

Testament anfechten – benötige ich wirklich einen Anwalt?

Selbstverständlich kann Sie niemand zwingen, zum Testament anfechten einen Anwalt zu beauftragen. Wenn Sie aber sichergehen möchten, möglichst gute Chancen zu haben, ist ein Anwalt beim Testament anfechten unerlässlich. Am besten ist es, wenn Sie einen Anwalt für Erbrecht beauftragen, der über die nötige Erfahrung und das nötige Wissen verfügt, um die Anfechtung eines Testaments erfolgreich in Angriff zu nehmen. 

Hier auf Erbrechtsinfo.com finden Sie zahlreiche Rechtsexperten, die auf Erbrecht spezialisiert sind. Sie können noch heute einen Spezialisten in Ihrer Region finden und kostenlos Kontakt aufnehmen.

Vorgehensweise und Verlauf bei einem Anwalt

Die Vorgehensweise beim Testament anfechten mit Anwalt ist meist sehr ähnlich. Wenn Sie hier auf Erbrechtsinfo.com einen passenden Anwalt gefunden haben, befolgen Sie am besten diese Schritte:

  • Nehmen Sie kostenlos und unverbindlich Kontakt auf.
  • Schildern Sie per Mail oder am Telefon kurz Ihr Anliegen.
  • Im nächsten Schritt erhalten Sie von Ihrem Anwalt für Erbrecht einen Fragebogen mit detaillierten Fragen zum Sachverhalt, den Sie ausfüllen.
  • Alternativ können Sie einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren.
  • Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht prüft Ihren individuellen Fall und hilft Ihnen gegebenenfalls bei der Anfechtung des Testaments.

Wie ist der Ablauf einer Testamentsanfechtung?

Der Ablauf einer Testamentsanfechtung ist recht einfach: Sie oder Ihr Anwalt für Erbrecht reichen fristgerecht die Anfechtungserklärung beim zuständigen Nachlassgericht ein. Daraufhin werden alle übrigen Erben informiert und die Anfechtung geht ihren Gang.

Auswirkungen einer Testament Anfechtung

Wir ein ganzes Testament für ungültig erklärt, so tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Es wird dann also so getan, als habe das Testament nie existiert. Falls allerdings nur Teile eines Testaments von der Anfechtung betroffen sind, so behalten alle anderen Verfügungen ihre Gültigkeit. Oftmals kommt es auch zu Streitigkeiten, weil beispielsweise Schenkungen, die innerhalb von zehn Jahren vor dem Tod des Erblassers vorgenommen wurden, fälschlicherweise nicht aufs Erbe angerechnet wurden. 

Wenn Sie sich für das Thema Schenkungen und die Unterschiede von Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer interessieren, können Sie sich über diese Themen in unseren gesonderten Artikeln ausführlich informieren.

Welche Kosten können bei einer Anfechtung entstehen?

Die Testament anfechten Kosten halten sich in Grenzen. Im Wesentlichen fallen nur Kosten für den Anwalt und für das Gerichtsverfahren an.

Die Kosten für den Anwalt werden mit dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz bestimmt. Demnach darf der Anwalt eine Gebühr zwischen 0,1 bis 2,5 verlangen, die sich am Nachlasswert orientiert. Beispielsweise müssen Sie bei einem Nachlasswert von 5000 Euro mit einer Gebühr von ca. 450 Euro rechnen, was der 1,5-fachen Gebühr entspricht.

Für die Kosten für das Gerichtsverfahren wird die Gebührentabelle des Gerichts- und Notarkostengesetztes herangezogen. Hier wird immer die Hälfte einer vollen Gebühr berechnet.

Tipp: Ersteinschätzung vom Rechtsanwalt für Erbrecht über Anfechtungschancen erhalten

Wenn Sie ein Testament anfechten möchten und sich nicht sicher sind, ob Sie gute Chancen haben, nehmen Sie Kontakt zu einem Rechtsanwalt für Erbrecht auf. Dieser kann Sie umfassend beraten und Ihnen eine unverbindliche Ersteinschätzung zu Ihrem individuellen Fall geben. Dann können Sie in Ruhe entscheiden, ob sich die Anfechtung eines Testaments lohnt.

Weitere Beiträge die Sie interessieren könnten..